2. Newsletter

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2. Newsletter der Anarchistischen Föderation Berlin
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1. (A) is da!!!
kleiner Essay zur genialen Gründungsparty

2. Arbeits- und Versammlungsraum gefunden!!
ab 4. Juni könnt ihr uns in unserem Büro besuchen

3. weitere Neuigkeiten!
-Ergebnisse der AGs
-aktuelle Aktivitäten

4. TERMINE

Anhang: Prinzipienerklärung

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1. (A) is da!!!

Nun ist es also getan. Nach monatelanger Vorbereitung hat sich in der Nacht zum 1. Mai die Anarchistische Föderation Berlin gegründet. Was sich bereits während der vielen Vorbereitungstreffen gezeigt hat, hat sich bei der Gründungsveranstaltung bestätigt:

AnarchistInnen sind kreativ und nette Leute.

Die Gründung war eine sehr gelungene und nette Veranstaltung. In schönstem Reichsbahnambiente in Friedrichshain ließen zunächst etwa 40 Leute standesgemäß bei Kartoffelsuppe und Würstchen eine Gründungsrede über sich ergehen und trafen sich danach am Walpurgisfeuer.

Die spontane Kreativität einzelner Leute, die glücklicherweise auch Mitglieder der AFB sind, war begeisternd und überraschend. Zwei Bands, Nachtaktiv und Die Zaungäste, haben mit originellen Texten, phantastischer Musik und Schauspielerei für prima Unterhaltung gesorgt. Dabei war sicher der Gründungssong der Höhepunkt.

Weitere künstlerische Einlagen wie verschiedene Feuerspielchen sorgten dafür, dass die Feier im Laufe der Nacht immer mehr Menschen, darunter auch Noch-Nicht-AnarchistInnen, anzog und wir anstatt müde immer fröhlicher wurden. Es ist schwer zu sagen, wie viele Leute mit uns die Gründung gefeiert haben, da es ein ständiges Kommen und Gehen war. Sicher aber waren es über den Abend verteilt um die 100 Leute. Nun zählen wir seitdem 32 Mitglieder.

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2. Arbeits- und Versammlungsraum gefunden!!

Und weiter geht’s mit fröhlichen Neuigkeiten! Und schon wieder landen wir beim RAW-Tempel. Dort nämlich werden wir in den nächsten Tagen unser Büro einrichten und somit optimale Bedingungen für den Energiefluss zwischen Ideen und Aktionen schaffen.
Achtet in den nächsten Wochen auf Ankündigungen von Zeiten, in denen Ihr dort jemanden von uns antrefft …genau! so was nennt mensch auch Öffnungszeiten. Oder besser: Kommt zum folgenden Monatstreffen, zu dem Interessierte wie immer herzlich eingeladen sind. (Genaue Orts- und Zeitangaben findet Ihr unter 4. TERMINE.)

Es wird diesmal viel Neues bringen, sehr spannend werden und sicherlich einen Schwerpunkt auf organisatorischen Themen haben. Damit stellt es einen phantastischen Zeitpunkt dar, zu dem sich Menschen gut neu oder nach kleiner Pause wieder einbringen können. Anarchie wird, was wir alle draus machen!
Also kommt aus euern Höhlen und denkt mit!

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3. weitere Neuigkeiten!

Die ausführlich diskutierte, vorläufige Prinzipienerklärung der Anarchistischen Föderation könnt Ihr Euch im Anhang ansehen; somit hat sich die AG Prinzipienerklärung vorübergehend aufgelöst.

Die infrastrukturiellen Aufgaben sprießen durch die neuen Räumlichkeiten natürlich wie Pilze aus dem Boden.

Wie einige von Euch schon bemerkt und bemängelt haben, ist die Anarchistische Föderation nicht wirklich im Internet zu finden. Wir arbeiten dran, dies zu ändern; bitte habt noch ein paar Wochen Geduld.

So richtig konsequent, nämlich wöchentlich, findet sich derzeit unsere AG Utopie zusammen. Wann und wo seht Ihr wieder unter 4. TERMINE.
Außerdem werden von einzelnen Menschen vermehrt Ansätze zum Kurzschluss zwischen uns und anderen anarchistischen, (kultur)- politischen Gruppen durchgeführt, die durch verbesserte
Kommunikationsmöglichkeiten und kontinuierlicheres Handeln im Büro sicher bald erste Früchte tragen werden.

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4. TERMINE

* Monatstreffen (wie immer jeden ersten Sonntag um 16Uhr):
4. Juni, 16Uhr, Föderations-Büro im RAW-Tempel, Verwaltungsgebäude, 2. Etage, wir hängen auch Beschilderungen aus

* Treffen der Utopie-AG:
dienstags, 18 Uhr, in der OUBS, je nach Wetter im Raum Erdgeschoss hinten links oder draußen

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Anhang: Prinzipienerklärung

Grundlegendes der anarchistischen Föderation Berlin:

Wir streben die Überwindung jeglicher Form von Herrschaft an. Kapitalismus und Patriarchat, Rassismus und religiöse Fundamentalismen, Eigentum und kollektive Identitäten wie Gender und Nation sehen wir als Haupthindernisse für die Verwirklichung einer herrschaftsfreien gesellschaftlichen Ordnung auf globaler Ebene, in der Verschiedenheiten in Freiheit gelebt werden können.
Es gilt eine Welt zu schaffen, in der jede Person ein friedliches, selbstbestimmtes und ökologisches Leben führen kann. Die Welt, in der wir gegenwärtig leben, ist beherrscht von Gewalt und Unterdrückung auf verschiedenen Ebenen. Die Menschen werden ungleich behandelt:
Während wenige in maßlosem Überfluss schwelgen, lebt ein großer Teil der Menschheit in bitterer Armut. Um diese Verhältnisse aufrechterhalten zu können, werden wir einem massiven Anpassungsdruck ausgesetzt. Dabei bedient sich das kapitalistische System sowohl eines körperlichen Repressionsarsenals, von der gelegentlichen Ohrfeige in der Kleinfamilie bis zu Massenvernichtungswaffen, als auch seelischer Druckmittel und alltäglicher Manipulation.

Die scheinbare Alternativlosigkeit zwingt uns, im System mitzuarbeiten. Auf diese Weise erhalten wir selbst unsere Unterdrückung aufrecht. Lassen wir uns nichts vormachen! Eine bessere Welt ist möglich, durch gegenseitige Hilfe und Vertrauen, Respekt und Herzensbildung, Mut und Phantasie.

In diesem Sinne organisiert sich die anarchistische Föderation als hierarchiefreier Bund von Menschen auf Grundlage von Freiwilligkeit und Gemeinsinn. Voraussetzung dafür sind Offenheit, Transparenz und Kommunikation, sowie kontinuierliche Reflexion.

Konkrete Aufgabenstellungen für die Anarchistische Föderation sind derzeit:

anarchistische Klärung: Was ist überhaupt Anarchie – und wie unterscheidet sie sich von Regellosigkeit und Chaos?

anarchistische Kritik: Wir wollen neben der Benennung der Fehlerhaftigkeit des bestehenden Systems den Entwurf für Anderes, Neues wagen und in der Gesellschaft darstellen.

anarchistischer Kurzschluss: Wir wollen die Zusammenarbeit und den Austausch von Informationen und materiellen Ressourcen mit anarchistischen, undogmatischen linksradikalen und basisdemokratischen Gruppen und Einzelpersonen fördern und uns solidarisch mit entsprechenden Bewegungen weltweit zeigen.

anarchistische Kultur: Kultur dient uns als Ausdrucksmittel eines freiheitlichen Lebensgefühls und kann gesellschaftliche Konflikte darstellen und zur öffentlichen Diskussion anregen.

Wir verstehen Aufklärung und Direkte Aktion als (de)zentrale Mittel um jenseits von Parlamenten unsere Vorstellungen zu verwirklichen.

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