St. Imier: 140 Jahre Anarchismus

11. Juni 2012: Infoveranstaltung zum Internationalen Anarchistischen Treffen in St. Imier (CH) vom 8. – 12. August 2012
Mit einem Beitrag zum historischen Kongress von St. Imier (1872) und aktuellen Infos zum anarchistischen Großevent.

St Imier
Infoveranstaltung im Rahmen des Anarchistischen Infocafés in der New Yorck (Bethanien).
Ab 18 Uhr Mitschnippeln für die Vokü um 20 Uhr. Veranstaltung ab ca. 20:45 Uhr.

ZUR HISTORIE: Der Kongress von St. Imier (15. – 16. September 1872) ist einer jener Meilensteine, die zur Entstehung der anarchistischen Bewegung geführt haben. Den historischen Hintergrund bildet der Konflikt in der „Internationalen Arbeiterassoziation” (Ersten Internationale), die ein Sammelbecken für alle sozialistischen Richtungen ihrer Zeit darstellte. Marx / Engels, die dem zentralen Gremium der Internationale in London angehörten, versuchten dieser strömungsübergreifenden Organisation ihre persönlichen politischen Ideen aufzuzwingen: Parteigründungen, Beteiligung am Parlamentarismus, Eroberung der politischen Macht usw. Auf dem manipulierten Haager Kongress (2. – 7. September 1872) der Internationale wollten sie ihr Minderheiten-Programm, das nur ein paar Sozial­demokraten haben wollten, in den Statuten der Internationale verankern und ihre Hauptgegner (Bakunin, James Guillaume) ausschließen lassen. Doch sie hatten nicht mit dem Widerstand der Landesföderationen der Internationale gerechnet, die überwiegend föderalistisch und sozial-revolutionär orientiert waren. Diese entsandten ihre Delegierten eine Woche später zum Gegenkongress von St. Imier, auf dem die Beschlüsse des Haager Kongresses zurückgewiesen wurden mit der Begründung: Die marxistischen Beschlüsse seien eine „absurde und reaktionäre Anmaßung“, sozialistische Regierungen werden nur „ein Betrug mehr“ sein. Damit begann der Anarchismus …

ZUM EVENT: Organisiert von verschiedenen libertären Gruppierungen aus der Region und da­rüber hinaus, findet vom 8. bis zum 12. August im Berner Jura ein „Welttreffen“ des Anarchismus statt. Um die 3.000 Anarchist*innen aus aller Welt werden erwartet und es gibt ein umfassendes Programm:
Diskussionen, Buchmesse, Workshops, Konzerte uvm.
Es gibt eine Riesenvokü und unterschiedlich kost­spielige Unterkunftsmöglichkeiten – bis hin zum kostenlosen Zeltplatz.

Alle, die sich für das Thema interessieren, sind herzlich eingeladen. Und natürlich sind viele helfende Hände gesucht. Weitere Infos findet ihr unter: www.anarchisme2012.ch.
Die aktuellsten Infos dann direkt bei der Veranstaltung!

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