Archiv für November 2012

Neuer Podcast des A-Radio Berlin online!

Mit einer 14-minütigen Sendung beginnt die in der AFB föderierte Anarchistische Radiogruppe Berlin ein neues Nachrichtenformat, das künftig immer am Anfang des Monats einige Ereignisse des Vormonats beleuchten soll.

Die vorliegende Sendung umfasst zwei Blöcke, einen ernsthafteren (mit Beiträgen zum Bergarbeiterstreik in Südafrika und der Nomminierung von Pussy Riot zum Luther-Preis) sowie einen „schrägeren“ zum Thema „Lance Armstrong und Doping in der Tour de France“ und zu den US-Präsidentschaftswahlen. Zudem noch eine Überraschungsrubrik am Ende.

Hier geht’s zur Sendung.

Anarchistische Gruppe Köln und libertäres A4-Druckereikollektiv nun Teil des Forums deutschsprachiger Anarchist*innen

Auf dem letzten Treffen des Forums deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA), das Anfang November in der nördlichen Schweiz stattfand, bekundeten sowohl die Anarchistische Gruppe Köln als auch das A4-Druckereikollektiv aus Zürich ihren Wunsch, sich dem FdA anzuschließen.

Die Anarchistische Gruppe Köln ging vor einigen Monaten aus der Anarchosyndikalistischen Jugend (ASJ) Köln hervor. Neben der Beteiligung an verschiedenen Kampagnen und Demonstrationen, etwa einer Solidaritätsdemonstration für den bundesweiten Flüchtlingsstreik, veranstaltet die AG Köln in regelmäßigen Abständen Vorträge, Diskussionsrunden und Infoveranstaltungen, meist im Rahmen ihres monatlichen „Schwarzen Tresens“. Dieser ist besonders bemerkenswert, ist er doch unseres Wissens nach der einzige offene, anarchistische Tresen in unserem Sprachraum, der bewusst drogenfrei (d. h. auch alkoholfrei) gehalten wird.

Mit dem Beitritt der Kölner Gruppe sind wir nun auch erstmalig im geografischen Westen Deutschlands vertreten. Wir denken, dass dies ein weiterer, wichtiger Schritt auf unserem Weg zur Gründung einer Anarchistischen Föderation im deutschsprachigen Raum bedeutet, denn eine zukünftige befreite Gesellschaft kann sich nicht auf einige ausgesuchte Teile eines Landes oder Kontinents beschränken, und dies gilt auch schon heute, auf dem Weg dorthin. Eine Vernetzung und Zusammenarbeit von Gruppen, Strukturen und Einzelpersonen in möglichst vielen Teilen unseres Wirkungsgebietes bietet sowohl viele Vorteile für uns selbst, aber besonders auch für unsere alltägliche, politische Arbeit im Kampf für eine Welt ohne Ausbeutung, Ausgrenzung und Unterdrückung. Anarchistische Strukturen haben in jedem Dorf, in jeder Stadt, in jeder Region unterschiedliche Ansätze, Themenfelder oder Probleme, mit denen sie konfrontiert sind und machen ganz unterschiedliche – mal positive, mal negative – Erfahrungen. Eine möglichst breite Vernetzung bietet Raum, um sich über all dies auszutauschen, über den eigenen Tellerrand hinwegzusehen, neue Ansichten auf die eigenen Arbeit zu erfahren, von den Erfahrungen anderer zu profitieren und eigene Erfahrungen weiterzugeben. (mehr…)

Willkommen Anarchistisches Netzwerk Südwest*

A-Netz

Anarchistisches Netzwerk Südwest* schließt sich dem Forum deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA) an

Das Anarchistische Netzwerk Südwest* ist ein Zusammenschluss von anarchistischen Gruppen und Einzelpersonen aus dem geografischen Südwesten Deutschlands, aber auch mit Kontakten nach Ostfrankreich und in die nördliche Schweiz. Es wurde vor nunmehr über 2 Jahren gegründet. Von Anfang an bestand, besonders durch die Organisierung einzelner Gruppen in beiden Vernetzungen, reger Austausch und punktuelle Zusammenarbeit, die sich in den letzten Monaten besonders intensiviert hat. Dieser Intensivierung und dem Wunsch des Netzwerkes, sich auch über den Südwesten hinaus zu vernetzen, wurde nun Rechnung getragen. Auf der letzten Vollversammlung des Anarchistischen Netzwerks wurde der Entschluss gefasst sich als regionale Struktur dem Forum deutschsprachiger Anarchist*innen anzuschließen.

Durch den Eintritt des Anarchistischen Netzwerks Südwest* ist nun mehr eine erste regionale Vernetzung Teil des FdA geworden, die über einzelne Städte hinaus geht und somit einen wichtigen Schritt im Aufbau föderaler, transparenter und partizipativer Strukturen darstellt.

Das Netzwerk bleibt, wie alle Gruppen, Föderationen und Einzelpersonen innerhalb des FdA, in seinen Entscheidungen und der alltäglichen Arbeit autonom. Diese Vielfalt, basierend auf den Prinzipien der freien Vereinbarung, ermöglicht eine flexiblere Herangehensweise an verschiedene Arbeitsgebiete.

Eine breitere Vernetzung führt auch dazu, dass die vorhandenen Ressourcen nicht nur erweitert, sondern auch viel besser genutzt werden. Durch eben diese Erweiterung möchten wir unsere Utopien nicht nur weiterdenken, sondern diese in der Praxis testen und ein Stück weiter leben.

Wir freuen uns sehr auf die solidarische Zusammenarbeit mit dem anarchistischen Netzwerk Südwest* und sagen in diesem Sinne ebenfalls:

Anarchie leben! Anarchismus organisieren!

Homepage des Anarchistischen Netzwerk Südwest*

…für die anarchistische Idee eine gute Empfehlung

Eine Rezension des Berliner anarchistischen Jahrbuchs 2011
von Jochen Knoblauch

Als ich das Editorial des diesjährigen Berliner anarchistischen Jahrbuchs gelesen hatt wunderte ich mich etwas über die doch recht euphorische Sichtweise der Redakion. Selbstüberschätzung? Nicht unbedingt. Seit Monaten sind auch die bürgerlichen Zeitungen von Süddeutscher Zeitung oder FAZ bis zum Neuen Deutschland auf einmal mit den unterschiedlichsten libertären Themen bestückt: „Der unsichtbare Aufstand“, Stirner, Graeber, Occupy usw. Was ist da bloß los? Das Interesse an „horizontalen Hierarchien“, mehr Transparenz in Politk und Ökonomie ist spürbar auch im bürgerlichen Lager vermehrt angekommen (siehe auch „Stuttgart 21“). Alles Themen, die in den Diskussionen unter AnarchistInnen längst zur Tagesordnung gehören, bzw. ihnen inhärent sind.
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Anarchie Berlin im November!

Im November haben wir wieder zwei Termine unseres offenen Anarchistischen Stammtisches:

Do, 8. November 2012 Tempest Library
(Reichenberger Str. 63a, Kreuzberg)
Di, 27. November 2012 Café Morgenrot
(Kastanienallee 85, Prenzlauer Berg)

Beginn: jeweils 19 Uhr

Bringt eure Themen mit und bis demnächst hoffentlich,

Eure afb