Archiv für April 2013

Gǎi Dào – Sonderausgabe zum 1. Mai

In der mitlerweile 5. Sonderausgabe unserer kleinen Zeitschrift dreht sich dieses Mal alles um den 1. Mai. Es dürfte wenige Tage geben, die auf eine so bewegte Geschichte zurückblicken können: 1886 begründet durch den Haymarket Riot, das tragische Ende des Kampfes zehntausender Arbeiter*innen für den 8-Stundentag im amerikanischen Chicago.

Nach brutalen Polizeiübergriffen auf die Streikenden explodierte am Tag darauf inmitten einer Protestkundgebung eine Bombe, woraufhin heftige Gefechte zwischen Arbeiter*innen und der Polizei ausbrachen. Die Bilanz waren über zwei Dutzend Tote, hunderte Verletzte und acht inhaftierte Anarchisten, die als Verantwortliche ausgemacht wurden. Vier von ihnen wurden kurz darauf hingerichtet.
(mehr…)

Scrollen war gestern

Seit einigen Monaten nutzt die Gǎi Dào, neben den herkömmlichen, downloadbaren PDFs den Anbieter issuu.com, bei dem die jeweiligen Ausgaben wie eine Zeitschrift bequem im Browser durchgeblättert werden können. Wir finden diese Darstellungsform eine schöne Ergänzung und haben uns dafür entschieden, zukünftig alle Veröffentlichungen der AFB und der in ihr organisierten Gruppen und Projekte, zusätzlich auch in diesem Format anzubieten.

Hier geht’s zu unserem Account, wo ihr bereits alle bisherigen Veröffentlichungen findet.

Veranstaltung: 1. Mai – Haymarket revisited

Im Rahmen des Anarchistischen Infocafés am 22. April 2013 organisieren wir einen Vortrag zur Vorgeschichte des 1. Mai. Anschließend gibt’s eine Diskussion über den heutigen 1. Mai aus libertärer Perspektive.

1886 begann in den USA am 1. Mai eine Kampagne für den Achtstundentag. Zwei Tage später explodierte bei einer Versammlung auf dem Chicagoer Haymarket eine Bombe in den Reihen der Bullen, die daraufhin wild um sich schossen, was auf beiden Seiten Tote und Verletzte zur Folge hatte. Im darauffolgenden Schauprozess wurden fünf der bekanntesten Chicagoer Anarchisten zum Tode verurteilt. Danach etablierte sich der 1. Mai als Kampftag der Arbeiter*innen. Wir wollen euch die damaligen Ereignisse vergegenwärtigen und anschließend mit euch diskutieren, wie wir dem 1. Mai auch in Berlin wieder eine stärkere anarchistische Bedeutung geben können.

Vokü ab 20 Uhr, Veranstaltungsbeginn ca. 21 Uhr. Ab 18 Uhr gerne zum Schnippeln helfen kommen.

Solidarität mit der anarchistischen Bewegung in Weissrussland

Solidarität

Im April erwarten euch gleich vier spannende Veranstaltungen, die sich auf die Situation der anarchistischen Bewegung in Weissrussland beziehen:

  • Wie jeden 3. Montag im Monat erwartet euch der Solitresen in der Kadterschmiede (Rigaerstr. 94), am 15. April um 21:00 Uhr mit leckerer (versprochen ;) ) Vokü, spannenden Kurzfilmen (Disregarding the law & Anarchy. Direct Action. Impertial vom ABC Belarus) und kühlen Getränken.
  • Dann geht es in der selben Woche freitags, am 19. April, gleich weiter mit dem Tresen im Zielona Gora (Grünbergerstr. 73), ab 20:00 Uhr, wo ihr erneut die Möglichkeit bekommt, euch die beiden Kurzfilme anzuschauen oder euch einfach bei einem Teller Essen und einem feinen Bier über die anarchistische Bewegung in Weißrussland auszutauschen.
  • Weiter geht’s dann die Woche drauf am Donnerstag, dem 25. April, mit einer Infoveranstaltung im Bethanien (New Yorck 59, Mariannenplatz 2), wo euch ein Aktivist vom ABC Belarus über die anarchistische Bewegung und die Situation der Gefangenen vor Ort berichten wird.
    Vokü ab 20:00 Uhr, die Veranstaltung beginnt um 21:00 Uhr
  • Am Freitag, dem 26. April, folgt dann eine fette Solisause im Bethanien um die anarchistischen Strukturen in Weißrussland zu supporten. Einlass ist ab 20:00 Uhr, ab 21:00 Uhr gibt’s Essen, während ihr Miss Mandible (Folk music for monster) lauschen könnt, ab 22:00 Uhr geht es weiter mit den Bands Destroyline (Rapcore), Ezkapade (Hardcore) und Granny Molotov (Punk‘n‘roll).

    Ab 24:00 Uhr könnt ihr zur Musik von tollen Dj_anes tanzen:

    - DJ Purple Seven (Hardstyle)
    - Dj Ringelbeatz (Happy Hardtek)
    - Brokestr8boi
    - Juvenile Delinquent (Rock‘n‘Roll, Soul, Garage)

    Dazu gibt’s leckere Cocktails, gemischt von der Anarchistischen Gruppe Neukölln, die ausnahmsweise ihren Tresen aus der Erreichbar ins Bethanien verlegt, damit wir hier gemeinsam solidarisch feiern können.
    Im Chillraum könnt ihr euch außerdem lustige Filme anschauen.

Seid solidarisch, kommt vorbei, informiert euch, organisiert euch und habt Spaß dabei!

Infoveranstaltung: Uprising in Slovenia

Von deutschen Medien weitestgehend unbeachtet erlebt Slowenien den heftigsten Aufstand seit zwei Jahrzehnten und den ersten überhaupt, der sich gegen das politische Establishment richtet, gegen den Sparkurs und in manchen Orten gegen den Kapitalismus an sich.

Alles begann Mitte November 2012 mit einem Protest gegen den korrupten Bürgermeister von Maribor, der zweitgrößten Stadt in Slowenien. Der ist mittlerweile zurückgetreten. Dabei fand ein Slogan Verbreitung, der nun zum Symbol der Proteste geworden ist: “Sie sind alle fällig.”

Es handelt sich um dezentrale, antiautoritäre und nicht-hierarchische Proteste, die auch Leute umfassen, die nie zuvor auf die Straße gegangen waren. Proteste finden selbst in kleinen Dörfern statt.

Eine Aktivistin der Federacija za anarhistično organiziranje (FAO), der anarchistischen Föderation Sloweniens, berichtet über Entstehung, Entwicklung und Stand der Proteste. Darüber hinaus gibt es Informationen zur Anarchistischen Balkan Buchmesse im kommenden Mai.

Ab 20:00 Uhr gibt es leckere Vokü, die Veranstaltung beginnt im Anschluss. Die Präsentation wird auf Englisch gehalten, bei Bedarf gibt es eine Flüsterübersetzung.

17. April, 20:00 Uhr | NewYorck (Bethanien), Mariannenplatz 2A, Kreuzberg

(organisiert von den Anarchistischen Gruppe Neukölln)

Weitere Informationen zum Thema findet ihr auch in Audio-Form beim Anarchistischen Radio Berlin (dt./span.).