Archiv der Kategorie 'Texte'

STREIK! STREIK! STREIK!

Ein Streik bedeutet das Unterlassen der Produktion – Arbeit – von den Produzent_innen – Arbeiter_innen – meist ohne die Zustimmung der sogenannten Arbeitgeber, Vorgesetzten, Chefs, Manager, Vorstandsvorsitzenden etc.- im Folgenden als Ausbeuter zusammengefasst.
Unter Produzent_innen verstehen wir nicht nur jene, die Produkte des Verbrauchs bzw. täglichen Bedarfs herstellen, sondern auch jene, die dafür sorgen, dass es Kinderbetreuung (Bildung), eine neue Frisur oder leere Mülltonnen gibt, Menschen von A nach B gefahren werden, jede_r bei Krankheit behandelt wird usw.
Alle diejenigen jedoch, die in irgendeiner Weise für den Staat „arbeiten“, wie z.b. Polizei, Armee, Ordnungsamt oder Arbeitsamt, verstehen wir nicht als Produzent_innen, sondern als Verwalter und Schützer eines Systems welches durch Ausbeutung und Unterdrückung erst funktioniert.

Wie ist es möglich einen Streik erfolgreich durchzuführen?
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The open letter to common people of Romania

We will see you on the streets of Bucharest: Promised is promised!
(by some berlin anarchists)

Here in Berlin we have heard last days that for some reasons some clever
people sitting at the power position in Romania are trying to antagonise
the common Romanian people and the anarchists by spreading rumours about
an arrival of the bus with Berlin anarchists to Bucharest for the
anti-NATO protests. If this is a fact, we, anarchists from Berlin, would
like to confirm the information about the arrival from our side, but what
is much more important, is to explain our motivations behind visiting
Bucharest at the beginning of April to the people in Romania.

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Dokument Ⓐ

Dokument A – Berliner anarchistisches Jahrbuch 2007 erschienen

Dank der herrschenden Verhältnisse finden anarchistische Ideen weltweit wieder stärkeren Wiederhall. Auch in Berlin beobachten wir seit den letzten paar Jahren eine Tendenz: Immer mehr Menschen und Strukturen beziehen sich in ihrer Praxis direkt auf anarchistische Ideen und Traditionen.
Innerhalb der Anarchistischen Föderation Berlin entstand daher die Idee, beginnend mit dem Jahr 2007 die uns zugänglichen anarchistischen Texte des vergangenen Jahres in einem Jahrbuch zu dokumentieren, um ihre Archivierung zu gewährleisten, eine Bestandsaufnahme der heutigen anarchistischen Ansätze in Berlin zu präsentieren und zur Kenntnis der Ideen des Anarchismus in der Öffentlichkeit beizutragen. Diese Veröffentlichung trägt den Namen „Dokument A – Berliner anarchistisches Jahrbuch 2007″.
Dabei ist eine vielfältige Textsammlung entstanden – von theoretischen Auseinandersetzungen über Aufrufe im Zusammenhang mit Demonstrationen und Aktionen bis hin zu Flugblättern über lokale Themen. Die einzelnen Texte zeigen die große Zahl von Aktionsfeldern, auf denen anarchistische Initiativen in Berlin im Jahre 2007 tätig waren: Wir fanden 26 Texte, die kapitalistische Produktionsverhältnisse und ökonomische Ausbeutungsprozesse bis hin zum Plädoyer für Arbeitsverweigerung aufgreifen; die zum Widerstand gegen staatliche Repression aufrufen; die sich an die lokale Bevölkerung wenden und ihre Selbstorganisation und Selbstinitiative gegen Herrschaftsstrukturen und -mechanismen fördern; die sich der Auseinandersetzung mit dem G8-Gipfel widmen; und die sich auf theoretischem Terrain mit der Aktualität anarchistischer Ideen beschäftigen. Einige davon wenden sich explizit an die Bewegung, andere an die ganze Gesellschaft.

Das Dokument A ist 67 Seiten stark und kostet 2,50 €. zzgl. Versand

Dokument Ⓐ als pdf

Cover

Die Idee der anarchistischen Föderation

Föderation betrachten wir als das Zusammenfinden freier Menschen, die Ziele und Regeln für ihr Zusammenwirken aufstellen. Der Anarchismus, dessen oberste Maxime die Herrschaftsfreiheit ist, radikalisiert den föderativen Ansatz in politischer und kultureller Hinsicht. Er ist sowohl Gesellschaftsentwurf als auch Lebensweise und durch eine fortwährende Infragestellung, Umorganisierung und Neubewertung aller Lebensbereiche gegen die bestehenden Verhältnisse charakterisiert – und gleichzeitig in und neben ihnen. Denn Herrschaft ist in unserem kapitalistischen, patriarchalen Gesellschaftssystem strukturell verankert.

Ziel einer anarchistischen Föderation ist nicht, die Menschen zu befreien, indem wir die Gesellschaft radikal transformieren, sondern dass alle Menschen sich selbst organisiert befreien und die Gesellschaft gemeinsam transformieren.

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WARUM KÄMPFEN WIR FÜR FREIRÄUME?

FREIE RÄUME SIND ESSENTIELL FÜR DIE BEFREIUNG UNSERER GESELLSCHAFT!

Freie Räume? Was ist das? Was habe ICH damit zu tun?
Freie Räume? … Meinen sie damit die besetzten Häuser?! Das ist doch dort, wo die verrückten „Autonomen“ wohnen, wo alles etwas „anarchistisch“ wird!
…aber hast du Dich schon gefragt was ein „Freier Raum“ ist, was „anarchistische Verhältnisse“ und „autonom sein“ bedeutet?
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Das Moment der Anarchie

Die Menschheit ist ihr größter Feind. Ein Spontispruch aus den 80er Jahren geht so: „Kann mal jemand die Welt anhalten? Ich möchte aussteigen!“. Dieser Weg ist aber noch nicht frei. Eine Marskolonie ist mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit in den nächsten 200 Jahren entstanden; erste Kuppelanlagen womöglich mit ausreichend Platz für Tätigkeiten, Regeneration und Bioplantagen. Umgeben sein wird das ganze mit gigantischen Terraforming-Anlagen, die die CO2-Polkappen des Mars zum Schmelzen bringen sollen. Wie wird diese Kolonie organisiert sein? Mit einem Chef, der Anweisungen gibt und dafür die Gesamtverantwortung trägt? Mit Leuten, die keinen Bock haben und Dienst nach Vorschrift machen, wenn sie es nicht schaffen, sich krankzumelden?
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LokführerInnenstreik

Plakat

Disruptive Actions

Anti Nato Info Guide 2nd – 4th of April 2008 Bucharest print version
Wissenswertes in englischer Sprache für Reisende nach Bukarest vom 2. bis 4. April 2008 anlässlich der Natotagung.

Content:
brief overview, accomodation and activities, be aware …, getting to the actions, police arms, forces of repression, 20th NATO summit Bucharest, anarcha-feminist mobilization contact

Anti Nato Guide 2nd – 4th of April 2008 visitor’s guide Bucharest (pdf)

Staat ist Terror

Terror ist nichts anderes als rasche, strenge und unbeugsame Gerechtigkeit. Er ist eine Offenbarung der Tugend. Der Terror ist nicht ein besonderes Prinzip der Demokratie, sondern er ergibt sich aus ihren Grundsätzen, welche dem Vaterland als dringendste Sorge am Herzen liegen müssen.

Wolfgang Schäuble? Maximilien de Robespierre! Zwei große und bedeutende, gebildete Staatstheoretiker, Demokraten und Politiker schütteln sich über die Jahrhunderte hinweg die Hand im Einvernehmen. Dabei hat Robespierre mit deutlich stärkeren Karten den Terror ausgespielt. Er hat sich die Legitimation auf die monarchistische Bedrohung im Inneren und militärische Bedrohung von außen aufgebaut. BRD 2007 und ihr Wolfgang Maximilian Schäublespierre wagen ihr Spiel ohne solch einen Joker in der Hand durchzuziehen. Da scheinen sich die Spielregeln zu Gunsten der Spielleitung geändert zu haben …

Terreur – Furcht, Schrecken – ist dem Krieg und der Polizeigewalt entgegengesetzt. Terreur besetzt keine Orte, sondern die Gedanken. Terreur versetzt in Angst. Das Ziel ist nicht die Ergreifung oder Bestrafung Einzelner, sondern die Verbreitung allgemeiner Furchtsamkeit in der gesamten Bevölkerung. Die Palette des derzeit zu beobachtenden staatlichen Terrors ist breit; sie reicht von jederzeit möglichen simplen Überwachung von Telefon und Computer über Hausdurchsuchungen, Anklage durch Gedankengesetze wie den 129a, der schon Vorbereitung zu einer gedachten militanten Vereinigung unter Strafe stellt, Vorbeugehaft – früher Schutzhaft – bis zur angedachten gezielten Tötung als illegaler Kombattant.
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DIE G(8)EWALT

Gewaltmonopol des Staates und dessen vielfältiger Gebrauch hat noch keinen Staat daran gehindert, die Ausübung von Gewalt den anderen in die Schuhe zu schieben… … Gewalt wird den sozialen Bewegungen zugeschrieben

GEWALTGIER, SPEKTAKEL UND BUSINESS
Spätestens zum Startpunkt der ersten Aktionen gegen den diesjährigen G8-Gipfel in Heilligendamm, aber eher schon im Vorfeld, werden uns die (korporativen) Medien wieder mit dem Begriff GEWALT massiv bombardieren. Das haben wir in den letzten Jahren zu oft erlebt, um es diesmal nicht voraussagen zu können. Man kann sich aber fragen, was das ist, was den Medien so eine große Freude bereitet, jedem sozialen Protest ein Gesicht eines Gewalt-Spektakels anzukleben und damit die Gewalt wie eine Ware zu reproduzieren. Die Antwort auf diese Frage könnte auf mehreren Seiten ausführlich erklärt werden, doch vielleicht reicht als Einstieg für weitere Überlegungen eine kurze Feststellung:

Im Zusammenhang der sozialen Proteste von Gewalt zu berichten, macht die Berichterstattung zur Sensation und das Ereignis selber zu einem dramatischen Spektakel. Da wir heute in einer Welt leben, in der damit viel Geld zu verdienen ist (und alles ist für ein Spektakel verwendbar: ein Bär namens Knud, ein Fußballspiel, oder auch Anti-G8-Proteste) ist die Motivation der Medien durchschaubar: Als gewinnorientierte Privatunternehmen wollen sie möglichst viel Geld verdienen Und dieses Geld verdienen sie nicht damit, weil du am Kiosk für die Zeitung 50 oder 80 Cent zahlst. Sie verdienen ihr Geld, weil ihre Kumpels aus der Wirtschaft für große Werbeanzeigen viel bezahlen. Aber welcher Unternehmer ist so blöd, seine Werbung in eine Zeitung zu stellen, in der sehr kritisch z.B. über die Arbeitsbedingungen dieses Unternehmens berichtet wird? Das wäre ein Bruch in der Kumpelei, die Kumpels wären keine Kumpels mehr , und die Medien würden keine Gewinne mehr machen. Der Verzicht auf Spektakelproduktion , d.h. eine kritische und tiefgreifende Präsentation von Gründen der sozialen Proteste, würde sich nicht nur auf die direkten Verkaufszahlen auswirken – es würde auch das gegenseitige Zusammenherrschen der Medien-Inhaber mit den politisch-ökonomischen Eliten erschüttern. und das würde beiden schaden. Damit ist klar, warum die Medien so gewaltgeil sind, und warum sie damit Politik machen. Und wir wissen, aus welcher Perspektive wir ihre Berichterstattung betrachten müssen, gerade wenn sie ihre Spektakelgewalt bald wieder aufbauen.
Jedoch unabhängig davon wer, wie viel und warum durch die Gewalt-Ausstrahlung verdienen kann, bleibt doch die grundsätzliche Frage der Definition des Begriffs und der Ursprung der „Gewalt“ an sich. Also die Frage, wer, wie und warum die Gewalt produziert und wie sie definiert werden soll, ob es einen Ort, eine Struktur gibt, wo die Gewalt zuhause ist.
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