anarchistische föderation http://afb.blogsport.de berlin Tue, 13 May 2014 10:06:17 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Irgendwann merkt man immer, wenn’s das war … http://afb.blogsport.de/2014/05/13/irgendwann-merkt-man-immer-wenns-das-war/ http://afb.blogsport.de/2014/05/13/irgendwann-merkt-man-immer-wenns-das-war/#comments Tue, 13 May 2014 10:00:06 +0000 afb Allgemein http://afb.blogsport.de/2014/05/13/irgendwann-merkt-man-immer-wenns-das-war/ „Irgendwann merkt man immer, wenn’s das war …“ (Oma Hans)

Hiermit gibt die Anarchistische Föderation Berlin (AFB) ihre Auflösung bekannt.

AFB Bär Die AFB wurde in der Walpurgisnacht 2006 gegründet und war der Versuch einer Vernetzung anarchistischer Strukturen und Personen in Berlin – ein Ziel, das zeitweilig mehr, während längerer Phasen weniger erreicht wurde. Statt einer Vernetzung, die hauptsächlich von Gruppierungen getragen wurde, spielte sie häufig die Rolle einer Metastruktur von Einzelpersonen und wenigen Delegierten.

Im Laufe der acht Jahre ihres Bestehens wurden zahlreiche Projekte initiiert, die regional und überregional Bedeutung erlangten. Dazu gehören das „Dokument A – Anarchistische Jahrbuch“, das ursprünglich als Rückblick auf die anarchistischen Aktivitäten in Berlin von 2007 von der Gruppe „AnarchistInnen aus deiner Umgebung“ (Anadu) initiiert wurde. Es erschien bis zum Rückblick auf 2012 insgesamt sechs Mal, wobei die Zusammenstellung alljährlich tatkräftig von der AFB unterstützt wurde.

In Kooperation mit der Soligruppe „Atenco Resiste“ gelang es der Föderation im Januar 2007, ein Treffen des damaligen mexikanischen Präsidenten Calderón mit Wirtschaftsleuten im „Haus der deutschen Wirtschaft“ in Berlin zu verhindern. Der mexikanische Präsident der rechten PAN-Partei sagte die Feierlichkeiten aufgrund einer Demonstrationen aus „Sicherheitsgründen“ ab.

2009 wurde ein kontroverser anarchistischer Kongress in Berlin ausgerichtet, der bis zu 500 Menschen in die Stadt lockte und trotz einer medial herbeigeführten Verweigerung der Räume in der Technischen Universität unter prekäreren Bedingungen in der New Yorck im Bethanien durchgeführt wurde.

Jahrelang dienten von der AFB organisierte offene anarchistische Stammtische (zwei Mal im Monat) als Anlaufpunkt für später weiter in anderen anarchistischen Strukturen aktive Menschen.

Die Umstrukturierung zur Mini-Föderation in 2010 führte zur Bildung neuer Gruppen, die zum Teil bis heute noch aktiv sind (A-Radio Berlin und GruppeX mit ihrem Reader „Game over – Politisch aktiv, ohne kaputtzugehen“).

Ab 2010/11 war die AFB schließlich stark am Aufbau bzw. der Erneuerung überregionaler Vernetzungsstrukturen im Rahmen der heutigen „Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen“ (FdA) beteiligt.

Im Mai 2014 gab die Föderation das An­ar­chis­ti­sche Wör­ter­buch heraus, ein Nachschlagewerk für alle, die mehr über anarchistische Theorie und Praxis erfahren möchten.

In der letzten Zeit wurde die AFB allerdings lange Zeit nur von einer Handvoll Menschen getragen, die besonders in den letzten Monaten ihre wenigen freien Kapazitäten lieber in Hausprojekte, Kiezinitiativen und Basisgruppen gesteckt haben und dort, wie auch in Mediengruppen, zukünftig verstärkt tätig sein werden.

Die AFB als Struktur der sowieso privat bekannten Menschen aufrecht zu erhalten, scheint vor diesem Hintergrund nicht sinnvoll. Daher wurde auf dem Plenum am 4. Mai 2014 die Auflösung der AFB beschlossen.

Wir danken allen, die uns die letzten acht Jahre mit Tatkraft und Sympathie unterstützt haben!

Wir halten weiterhin an der Idee fest, dass eine kontinuierliche Vernetzung libertärer Gruppen in Berlin und darüber hinaus sinnvoll ist. Wir wünschen allen zukünftigen derartigen Projekten viel Kraft!

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Anarchistisches Wörterbuch erschienen http://afb.blogsport.de/2014/05/11/anarchistisches-woerterbuch-erschienen/ http://afb.blogsport.de/2014/05/11/anarchistisches-woerterbuch-erschienen/#comments Sun, 11 May 2014 11:13:19 +0000 afb Allgemein http://afb.blogsport.de/2014/05/11/anarchistisches-woerterbuch-erschienen/ Trotz Tiefschlafphase ist die AFB nochmal aufgewacht und publizistisch tätig geworden: Als Herausgeber*in des Anarchistischen Wörterbuchs.

a-woerterbuchDie anarchistische Bewegung besetzt nur eine kleine gesellschaft­liche Nische, weshalb ihre Theorien und Praktiken und damit einhergehende Fachwörter nicht sonderlich verbreitet sind. Das Anarchistische Wörterbuch will hierbei Abhilfe schaffen.
In über 350 Begriffserklärungen (mit zusätzlichen Zitaten über­wiegend mehr oder weniger bekannter Anarchist*innen) werden für Aktivist*innen und Interessierte Begriffe kurz erläutert: etwa die unterschiedlichen anarchistischen Strömungen, einige Organisierungs- und Aktionsansätze, verschiedene Erscheinungsformen von Unterdrückung und Dis­kriminierung sowie weitere Begriffe aus Teilbereichen anarchistischer und emanzipa­torischer Politik im Allgemeinen. Darüber hinaus will das Wörterbuch eine Diskussion anregen, die von einzelnen Begriffsdefinitionen ausgehend helfen soll, anarchistische Theorie und Analyse zu verfestigen.

Zu beziehen über jeden gut sortierten Büchertisch, Info- und Buchladen oder direkt über den Verlag.

Marcos Denegro | Anarchistische Föderation Berlin [AFB]
Anarchistisches Wörterbuch
Eine Orientierungshilfe durch den Begriffsdschungel anarchistischer und emanzipatorischer Bewegungen
144 Seiten | 12,80 Euro [D] | ISBN 978-3-942885-47-8

www. edition-assemblage.de | a-woerterbuch@riseup.net

Mehr zum „Anarchistschen Wörterbuch“ gibts auch auf der Website der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen – FdA, die dieses Buchprojekt unterstützt.

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Silvester zum Knast http://afb.blogsport.de/2013/12/15/silvester-zum-knast-4/ http://afb.blogsport.de/2013/12/15/silvester-zum-knast-4/#comments Sun, 15 Dec 2013 09:34:16 +0000 afb Aktionen und Veranstaltungen http://afb.blogsport.de/2013/12/15/silvester-zum-knast-4/ Anarchismus Berlin - Silvester zum Knast
silvesterzumknast.nostate.net
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31.12.2013 – U-Bhf Samariterstrasse – 15:30 Uhr Demo zum Frauenknast Berlin-Lichtenberg

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31.12.2013 – S-Bhf Bellevue – 22:45 Uhr Demo zum U-Haft-Knast Moabit

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Aufruf

Die Freiheit aller Menschen ist die Bedingung der eigenen Freiheit

Seit vielen Jahren gibt es in den letzten Abendstunden von Silvester in Berlin eine Demonstration zum Knast in Moabit, seit letztem Jahr wird außerdem auch der Frauenknast in Lichtenberg besucht. Damit soll den Inhaftierten in diesen Zwangsanstalten – stellvertretend für alle anderen Gefangenen – gezeigt werden, dass sie nicht allein und vergessen hinter den grauen Mauern weggesperrt sind.
Wir wollen ein Zeichen setzen und werden wieder einmal auf die Straßen gehen, um unsere Ablehnung gegen diese Institutionen zu zeigen. Die Funktionen der Gefängnisse reichen seit langem weit über ihre eigenen Mauern hinaus. Repressions- und soziale Kontrollmaßnahmen funktionieren auch als ewiger Angstzustand in dem Menschen durch Lähmung, Angst und Furcht nur noch gehorchen.

Daher gehen wir auf die Straße um zu zeigen, dass Gefangene nicht alleine sind. Um zu zeigen, dass es in dieser Stadt Menschen gibt, die sich nicht von der staatlichen Repression und der Kontrolle einschüchtern lassen wollen. Der Kapitalismus soll die heuchlerische Antwort gegen Armut sein, innerhalb dessen die Gefängnisse als die Lösung für Menschen da stehen, die nicht in diese Gesellschaft passen oder mit den Regeln dieser gebrochen haben. Gesetze sind nichts anderes als die von den Machthabenden auferlegten Regeln.

Was ist dies für eine Gesellschaft, wo Gewaltverhältnisse ausgeklammert oder nur in beschränkter Weise benannt werden? Abschottung vor Flüchtlingen, Gewalt in der Familie, Polizeigewalt, Knast, Arbeitszwang, Unterdrückung seitens der Bosse und der Sozialarbeiter_innen sind nur einige Formen von gesellschaftlich legitimierter Gewalt, teils in Gesetze gegossen, teils akzeptiert oder hingenommen.

Knäste sind die verlogene Antwort der Herrschenden auf die sozialen Probleme der Menschen, die in Armut oder als Ausgestoßene leben. Denn die Herrschenden sind so gut wie nie von Gefängnis betroffen.

Die Funktion der Gefängnisse ist auch Menschen davon zu überzeugen eine gewisse Lebensweise führen zu müssen, womit dieses System am Leben erhalten wird.

In einer libertären Gesellschaft wo das Leben auf der Basis freier Vereinbarungen aufgebaut wird; in der jede Gemeinschaft ihre eigenen Regeln (ohne Autorität) aufbaut, wo Menschen frei sind, ihre eigene Gemeinschaft aussuchen, in welcher der Staat nicht mehr existiert und daher dessen Repression nicht mehr zu rechtfertigen ist. Gefängnisse und jede Form von Haft könnten daher abgeschafft werden, weil ihre Funktion nicht mehr notwendig wäre. Eine befreite Gesellschaft gibt es nur ohne Knäste.

Für die Abschaffung jeder Form des Einsperrens!
Für die Abschaffung jeder Form von Macht, Unterdrückung und Lohnarbeit!

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Bericht vom Treffen der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen in Radeberg http://afb.blogsport.de/2013/08/04/bericht-vom-treffen-der-foederation-deutschsprachiger-anarchistinnen-in-radeberg/ http://afb.blogsport.de/2013/08/04/bericht-vom-treffen-der-foederation-deutschsprachiger-anarchistinnen-in-radeberg/#comments Sun, 04 Aug 2013 02:28:20 +0000 afb Allgemein http://afb.blogsport.de/2013/08/04/bericht-vom-treffen-der-foederation-deutschsprachiger-anarchistinnen-in-radeberg/

Vom 5. bis 7. Juli 2013 fanden sich die Gruppen der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA) zu einem der drei jährlichen Treffen zusammen. Ausgerichtet wurde das Treffen dieses Mal vom Libertären Netzwerk Dresden, das damit bereits zum zweiten Mal nach 2011 die FdA-Versammlung bei sich begrüßen konnte.

Das Libertäre Netzwerk Dresden entstand im Jahre 2009 als Zusammenschluss verschiedener libertär-politischer Gruppen und Initiativen. Zu seiner Hochzeit deckte das Netzwerk in seiner Tätigkeit viele Themengebiete ab. So gab es eine Freiraumgruppe, eine Antifagruppe, eine Schüler*innenvernetzung mit der Zeitung Freidruck, ein Hausprojekt, eine Tierrechtsgruppe, den AK Freizeit, eine Gruppe zur gemeinsamen Freizeitgestaltung, eine psychiatriekritische Gruppe und nicht zuletzt das lokale Syndikat der FAU. Die Gruppen profitierten von Austausch, Know-how-Weitergabe und geteilten Ressourcen. Im Jahre 2011 schloss sich das Netzwerk dem damaligen Forum deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA) an und motivierte überregional Anarchist*innen sich an dem Projekt einer Föderation im deutschsprachigen Raum zu beteiligen. Während die FdA seit dem in einer positiven Dynamik begriffen ist, befindet sich das Libertäre Netzwerk in einer Krise, mit der sich im letzten Jahr bereits in der Gaidao auseinandergesetzt wurde. Zur Zeit sind nur noch wenige Gruppen im Netzwerk föderiert und es finden keine Plena mehr statt.

Das FdA-Treffen fand in der Kleinstadt Radeberg im Nordosten Dresdens statt, da dort lokale Aktivist*innen der nicht zur FdA gehörigen Autonomen Antifa Radeberg (aARdb) über geeignete Räumlichkeiten verfügen. Immerhin war es die bis jetzt größte Zusammenkunft und internationale (antinationale ) Gäste wurden erwartet. Zudem wünschte man sich eine gemeinsame Abendgestaltung, um dem Kennlernen und Diskutieren außerhalb der Plena Raum zu bieten.

Insgesamt nahmen an dem Treffen knapp 50 Personen teil. Darunter Aktivist*innen der FAO (Anarchistische Föderation aus Slowenien), der CSAF (Anarchistische Föderation aus Tschechien/Slowakei), der Organisierten Anachist*innen Finsterwalde, der Gruppe e*vibes aus Dresden und einer anarchistischen Gruppe im Aufbau aus Cottbus. Zusammen waren diesmal fast mehr Gäste als Mitglieder der in der FdA föderierten Gruppen anwesend. Möglich wurden solche Treffen, die ihren Fokus verstärkt auf Austausch und Ideenentwicklung legen, durch die Entfernung der Beschlussfindung von den Treffen. Beschlüsse werden seit dem Frühjahr ausschließlich und jederzeit mit festgelegten Fristen über unsere elektronischen Kommunikationsmittel gefasst. Zudem besteht eine neue Möglichkeit der festen Zusammenarbeit mit der FdA ohne formellen Beitritt und interne Mitarbeit: das sog. „assoziierte Projekt“. Assoziierte Projekte sind zu den FdA-Treffen eingeladen, teilen Ressourcen mit der FdA und berichten von ihren Tätigkeiten. Diese Form der Partizipation eignet sich vor allem für nicht als klassische “Politgruppe” aktive Initiativen, wie Hausprojekte, Kollektivbetriebe oder Infoläden, die eine aktive Mitarbeit in der FdA nicht leisten können oder ideologisch gemischtere Gruppen mit speziellem Themenbezug, die sich nicht zu stark auf Anarchismus festlegen wollen.

Freitag

Die meisten Teilnehmenden reisten bereits Freitagnachmittag an und die Küfa-Gruppe Casabunta, die uns das ganze Wochenende aufs Leckerste verpflegte, hatte bereits alles zum veganen Grillen vorbereitet. So verbrachten wir den ersten Abend, wie auch den folgenden an einem großen Lagerfeuer. Überhaupt war das Wetter so sonnig und warm, dass sich viele Arbeitsgruppen draußen zusammenfanden und sich viele der Teilnehmenden entschieden zu zelten.

Samstag

Am Samstagmorgen teilten wir uns nach Begrüßung durch die lokalen Organisator*innen und Vorstellungsrunde in zwei Gruppen auf. Zum einen wurde die Tätigkeit der Referate seit dem letzten Treffen besprochen, zum Anderen gab es eine Einführungsgruppe zur internen Struktur der FdA, die besonders für Gäste und neue Mitglieder gedacht war. Dabei handelte es sich wohl um den trockensten Teil des Treffens, den wir aber frisch und mehr oder weniger ausgeschlafen gut überstanden. Mit der Tätigkeit der Referate waren wir alle weitestgehend zufrieden und es wurden im wesentlichen Kleinigkeiten diskutiert oder Aktionen der FdA der vergangenen Monate noch einmal Revue passiert. Erwähnenswert ist vielleicht, dass die nächste CRIFA (das halbjährliche Vernetzungstreffen der Internationale der Anarchistischen Föderationen) im Herbst in Berlin stattfinden wird. Danach wollten wir über die Tätigkeiten der einzelnen Gruppen sprechen, aber es stellte sich heraus, dass sich dieser Themenkomplex bereits ans Lagerfeuer verlagert hatte und es im formellen Rahmen hierzu keinen Gesprächsbedarf mehr gab.

Marcos Denegro, ein Mensch aus der Gaidao-Redaktion und Teil der Anarchistischen Föderation Berlin, hat ein Anarchistisches Wörterbuch (http://www.edition-assemblage.de/anarchistisches-worterbuch/) geschrieben, dass in Kürze bei edition assemblage erscheinen wird. Das Buch soll als Nachschlagewerk durch den zum Teil abgehobenen Begriffsdschungel innerhalb anarchistischer und emanzipatorischer Zusammenhänge dienen. Es leistet also einen Beitrag zum Abbau von Wissenshierarchien innerhalb der Bewegung. Marcos bat uns aus der Ferne darüber zu diskutieren, ob es nicht Sinn machte, das Buch im Namen der FdA herauszubringen. Alle begrüßten den Vorschlag grundsätzlich, jedoch wurde auch die durch die Herausgabe von Definitionen entstehende Machtstellung über Sprache und Bewusstsein diskutiert. Schlussendlich wird eine Einleitung der FdA entstehen, die auf derartige Sachverhalte hinweist und die FdA als Mitherausgeberin eines Sachbuchs verortet und nicht als Definitionsmacht in Sachen Anarchismus und soziale Bewegung.

Anschließend verlagerten wir uns auf aktionsorientierte Themen und teilten uns in vier Arbeitsgruppen auf, um verschiedene Kampagnen zu planen. Eine beschäftigte sich mit der Solidarität mit den arabischen und anderen Aufständen, insbesondere in Hinblick auf die Verflechtung deutscher Konzerne mit den repressiven, autoritären Regimes der Region. Auf der Agenda stehen hier in naher Zukunft unter anderem Recherche und eine Informationskampagne von Beschäftigten und Öffentlichkeit. Eine weitere befasste sich mit den anstehenden Wahlen und einer möglichen Anti-Wahlkampagne, zu der sich bereits einige Gruppen zusammengefunden haben. Anarchist*innen kritisieren typischerweise das Partizipationssystem in der parlamentarischen Demokratie und befürworten stattdessen Systeme, die eine permanente, politische Beteiligung der Einzelnen an ihrem Umfeld ermöglichen. Auch hier wurden bereits konkrete Ideen erarbeitet und wenn alles gut läuft, habt ihr vielleicht bald Material in den Händen, um euer Kreuz allabendlich jenseits des Wahlzettels zu setzen. Die nächste Gruppe beschäftigte sich mit Aktionstagen zum 3. Oktober, um das Thema des deutschen Nationalismus und Nationalmythos nicht aus den Augen zu verlieren. Nationalismus steht dem anarchistischen Grundprinzip der „Freie[n] Menschen in freien Vereinbarungen“ konträr gegenüber. Hier sind eine Demonstration, verschiedene Aktionen und ein antinationaler Kongress geplant. Außerdem ging es in einer vierten Gruppe um ein Vorhaben der Anarchistischen Föderation Rhein Ruhr (AFRR), in ihrer Region eine dreimonatige Anarchiekampagne mit zahlreichen Infoveranstaltungen durchzuführen.

Im Anschluss an diesen Block konnten sich die Beteiligten aus dem deutschsprachigen Raum erst einmal zurücklehnen und den Inputs zu Aufständen anderswo lauschen. Zunächst berichteten die Gäste von der FAO über den Prozess, in Slowenien eine anarchistische Föderation aufzubauen. Ein Prozess, der bereits vor dem erfolgreichen Aufstand in Slowenien gegen die amtierende Regierung begann und durch diesen Fahrt aufnahm. So konnten wir einem spannenden zweiteiligen Vortrag folgen, der uns zum einen die Föderation und zum anderen den Aufstand in Zielen und Methoden näherbrachte. Gleich anschließend fuhren die Karakök-Autonomen, eine Gruppe aus Zürich und der Türkei, fort, über die aktuellen Ereignisse rund um den Taksim-Platz in Istanbul und im ganzen Land zu berichten. Die Türkei verfügt über eine für resteuropäische Verhältnisse sehr schwer nachzuvollziehende politische Landschaft voller Widersprüche, in der es einer anarchistischen Bewegung schwerfällt sich zu behaupten, selbst wenn die Methoden des aktuellen Aufstands häufig anarchistische sind. Dazu empfiehlt sich der Artikel Die Aufstände in Taksim in Gaidao 31.

Eigentlich schon viel zu überfordert mit den vielen Informationen umzugehen, stürzten wir uns in den nächsten wichtigen Themenblock: Geschlecht und FdA. Hier teilten wir uns in Gruppen auf und es ging um die Frage, inwieweit und in welcher Form das Geschlecht eine Rolle im Gruppengefüge spielt. Die Diskussionen verliefen anhand vorher formulierter Fragestellungen. Die Diskussionen in den einzelnen Gruppen waren zum Teil sehr unterschiedlich, da auch die Situation in den Gruppen stark divergiert, weshalb hier auch nicht viel dazu gesagt werden kann. In der anschließenden gemeinsamen Diskussion entstand die Idee eines Fragenkatalogs zur Durchführung einer wissenschaftlichen Erhebung innerhalb der FdA-Gruppen, da mitunter sachliche Fakten fehlten. Der offizielle Teil des Tages klang dann mit einer kontroversen, aber freundschaftlichen Diskussion über Sexismus aus. Zum Beispiel ging es darum, inwieweit in Theorie und Praxis biologisches Geschlecht und geschlechtsspezifisch konnotiertes Verhalten zu trennen seien.

Sonntag

Am Sonntagmorgen wurden die Referate der FdA neu besetzt. Diese sind zur Zeit das Internationale Referat, das Organisationsreferat, das Referat Website, das Referat Mailingliste, das Öffentlichkeitsreferat und das Finanzreferat. Die Referate werden von Einzelpersonen aus verschiedenen Gruppen betreut und es fanden sich genügend Freiwillige, um sie weiter zu besetzen.

Darauf teilten wir uns erneut in AGs auf. Zum einen wurde über die Gaidao, die Monatszeitschrift der Föderation, diskutiert, während die andere Gruppe sich aktuellen Themen in der Internationale der Anarchistischen Föderationen (IFA) bzw. der darüber hinausgehenden internationalen Zusammenarbeit annahmen.

Die Gaidao-Gruppe sammelte zunächst ein Feedback zur Zeitung an sich, das überwiegend positiv ausfiel. Das Abdrucken von Aufrufen wurde als unnötig wahrgenommen, mehrteilige Diskussionen als gewisse Problematik gesehen, für all jene, die nicht regelmäßig lesen. Manche wünschen sich mehr Bilder und weniger „Bleiwüste“. Außerdem wurde bemängelt, dass die Zeitung zur Zeit noch zu selten öffentlich an Treffpunkten ausliegt. Im Anschluss wurden zahlreiche Ideen zu Inhalten der Zeitung und sonstigem Veröffentlichungsmaterial gesammelt. Hier ging es um den Druck von Postern, Postkarten und Sonderausgaben zu politischen Ereignissen.

Die IFA-AG diskutierte über die anstehende Ausrichtung der CRIFA-Treffen. Das nächste CRIFA-Treffen (kleineres regelmäßiges Treffen der Föderationen) wird im November in Berlin stattfinden. Darüber hinaus ging es um eine bessere, direkte Zusammenarbeit mit anarchistischen Gruppen in den Grenzregionen. Hier wurden Konzepte und die Lage an den einzelnen Grenzen genauer erörtert. Der Wunsch nach direktem Austausch und Zusammenarbeit manifestiert sich bereits in der Einladung anderer Föderationen zu unseren aktuellen Treffen. Weiterhin soll den anderen Föderationen vorgeschlagen werden, eine feste Fahrtkostenregelung zu etablieren, die durch Subventionierung von Fahrkosten durch die IFA zu einem internationalen Austausch anregt. Thema war außerdem eine direkte Solidaritätsanfrage aus Argentinien, wo einer Angestellten eines international tätigen, deutschen Konzerns mit Sitz in Nürnberg wegen gewerkschaftlicher Tätigkeit gekündigt wurde. Wir beschlossen hier, wenn möglich in Zusammenarbeit mit der Freien Arbeiter*innen Union (FAU), einer anarchosyndikalistischen Gewerkschaft, eine Öffentlichkeitskampagne zu starten.

Letzter Punkt des Treffens vor der großen Feedbackrunde war der Vortrag der CSAF zur Lage der Roma im Grenzgebiet zwischen der Tschechischen Republik und der BRD. Diese werden durch Gentrifizierungsprozesse in arme Regionen der Peripherie verdrängt und dort zum Opfer von breit gesellschaftlich getragenem Rassismus. Die Gaidao berichtete in der Vergangenheit bereits ausführlich über Ereignisse wie Progrommärsche oder die Besetzung einer Elendsunterkunft durch Roma-Familien, denen die Obdachlosigkeit drohte. Während dieser Ereignisse hat sich kontinuierlich eine grenzübergreifende Zusammenarbeit antirassistischer und anarchistischer Zusammenhänge ausgebildet, die jedoch noch einen stark informellen, unorganisierten Charakter besitzt. Da sich die Lage in der Region in naher Zukunft eher verschlechtern wird, haben wir im Anschluss an den Vortrag beschlossen ein gemeinsames Forum zur transparenten Kommunikation zu nutzen und möglichst im September eine Konferenz zur Roma-Thematik in der Grenzregion zu organisieren.

Damit endete ein weiteres inspirierendes Treffen auf dem Weg zu einer vielfältigen, handlungsfähigen anarchistischen Bewegung.

Öffentlichkeitsreferat der FdA, Juli 2013

www.fda-ifa.org | fda-oeffentlichkeit@riseup.net

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http://afb.blogsport.de/2013/08/04/bericht-vom-treffen-der-foederation-deutschsprachiger-anarchistinnen-in-radeberg/feed/
Julirückblick des Libertären Podcasts http://afb.blogsport.de/2013/08/04/julirueckblick-des-libertaeren-podcasts/ http://afb.blogsport.de/2013/08/04/julirueckblick-des-libertaeren-podcasts/#comments Sun, 04 Aug 2013 01:51:42 +0000 afb Allgemein http://afb.blogsport.de/2013/08/04/julirueckblick-des-libertaeren-podcasts/ Ein ernster und satirischer Blick auf Ereignisse des letzten Monats aus libertärer Perspektive. Vom Anarchistischen Radio Berlin. Im Julirückblick mit Beiträgen zum aktuellen Hungerstreik von 30.000 Gefangenen in kalifornischen Gefängnissen, dem Kommentar eines 12-jährigen zu der Situation in Ägypten, der neuen Gameshow „Find your terrorist“ und einiges mehr.

Text vom Anarchistischen Radio Berlin

Wie gewohnt blickt unser Libertärer Podcast auf die Geschehnisse im Juli. Neben unserem regelmäßigen Format wollen wir euch auch auf unsere kürzlich veröffentlichten Sonderbeiträge aufmerksam machen. Im letzten Podcast fandet ihr ein Interview mit einer Aktivistin der Karakök Autonome zu den Ereignissen rund um den Taksim Platz in Istanbul. Das ungekürzte Interview findet ihr mitlerweile auch in einer englischen und – wieder in Zusammenarbeit mit unseren Freund*innen der Grupo Libertario Acción Directa aus Madrid – einer spanischen Version.

Daneben ist seit 2 Wochen unsere, bis dato längste, Sondersendung erschienen und dreht sich um die Revolution in Ägypten. In 59 Minuten wird ein Überblick über die Ereignisse gegeben, die zunächst zum Sturz des alten Diktators Mubarak führten und die ägyptische Gesellschaft in einen Prozess der Veränderung geführt hat, der ebenso unaufhaltsam, wie offen im Ausgang ist. Neben einer allgemeinen Chronologie, beleuchtet der Beitrag verschiedene Einzelaspekte der Revolution, wie die Situation der Anarchist*innen vor Ort, dem Phänomen des Black Block, oder die Situation der Frauenbewegung.

Zum aktuellen Podcast

Unsere dieses Mal 23-minütige Sendung blickt auf folgende Themen aus dem Vormonat zurück:

Der aktuelle Hungerstreik von 30.000 Gefangenen in kalifornischen Gefängnissen

Die Einsichten eines 12-Jährigen in die Situation in Ägypten

Finde deinen Terroristen
Wo herrscht Anarchie?
Libertärer Linktipp: Das Videokollektiv mosireen.org

Die Sendung von „The Final Straw“ mit dem Interview mit Ed Mead (Hungerstreik in Kalifornien) findet ihr hier. Hier könnt ihr in direkt herunterladen.

Das Ganze ist fertig gebaut, mit Eingangs-Jingle, An- und Abmoderation.

Viel Spaß!

Den Podcast könnt ihr ab sofort hier herunterladen: archive.org (wav | mp3 | ogg). Oder hier direkt anhören.

ps.: Da sich das Projekt noch immer in der Experimentierphase befindet, sind wir besonders an Feedback und weiteren Ideen interessiert, sowohl was das Konzept an sich angeht als auch Nachrichten, die sich für die kommenden Monatsrückblicke eignen könnten.

Schreibt uns daher direkt an: aradio-berlin-at-riseup(.)net

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http://afb.blogsport.de/2013/08/04/julirueckblick-des-libertaeren-podcasts/feed/
August-Ausgabe der Gǎi Dào erschienen http://afb.blogsport.de/2013/08/04/august-ausgabe-der-gi-dao-erschienen/ http://afb.blogsport.de/2013/08/04/august-ausgabe-der-gi-dao-erschienen/#comments Sun, 04 Aug 2013 01:50:33 +0000 afb Gaidao http://afb.blogsport.de/2013/08/04/august-ausgabe-der-gi-dao-erschienen/ Die August-Ausgabe der [改道] Gǎi Dào, des Monatsmagazins der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen. Dieses Mal unter anderem mit Beiträgen zur Repression gegen die anarchistische Buchmesse im mexikanischen Guadalajara, der Student*innenbewegung in Ungarn, dem Hungerstreik des griechischen Anarchisten Kostas Sakkás, einem Bericht über das letzte Treffen der Föderation und vieles mehr.


Text der Gǎi Dào-Redaktion

Der Sommer ist endlich in voller Blüte angekommen. Rekordtemperaturen bescheren uns angenehme Zeiten zwischen Sonne, See und Sommerloch. Auch unsere Redaktion ist davon nicht unverschont geblieben, dennoch hat die zur Drinnenarbeit verteufelte Notbesatzung wieder eine abwechslungsreiche Ausgabe unserer kleinen Zeitschrift herausgebracht, mit dem gewohnten Querschnitt aus anarchistischer Theorie und Praxis.

Los geht’s dieses Mal mit einem Bericht über das letzte Treffen der Föderation, das Anfang Juli im sächsischen Radeberg stattfand. Knapp 50 Menschen von verschiedenen Gruppen und Projekten der Föderation und Gäste aus der Region, sowie aus Tschechien und Slowenien nutzten die angenehme Location für ein produktives Wochenende. Im Anschluss findet ihr einen Beitrag über ein Land, das gemeinhin eher weniger mit aktivem Anarchismus in Verbindung gebracht wird: Kuba. Die sehr aktive anarchistische Bewegung auf der karibischen Insel wurde – wie in den meisten Ländern des Realsozialismus – nach der Machtübernahme Castros zerschlagen und eine Neukonstitution in den folgenden Jahrzehnten unterdrückt. In den letzten Jahren erleben wir jedoch einen – wenn auch noch zaghaften – Versuch, Anarchismus wieder praktisch zu leben und als Alternative in die Gesellschaft zu tragen. Die bis dato einzige anarchistische Gruppe, Taller Libertario Alfredo Lopez, hat Anfang Juli ein neues Zeitungsprojekt, die Tierra Nueva! (Neue Erde), ins Leben gerufen und die ersten beiden Ausgaben der Repression zum Trotz klandestin verteilt.

In der Weltweit-Rubrik findet ihr zunächst ein Communique der Organisator*innen der Anarchistischen Buchmesse im mexikanischen Guadalajara, die dort zum zweiten Mal am 25. und 26. Juli stattfand. 2 Genoss*innen des Orgakreises wurden von den dortigen Sicherheitskräften, unter fadenscheinigen Begründungen wenige Wochen vor der Messe festgenommen.

Der nächste Beitrag stammt von unseren Freund*innen der Grupo Libertario Acción Directa (GLAD) aus Madrid. Nachrichten aus Ungarn waren in der jüngeren Vergangenheit meist geprägt vom deutlichen Rechtsruck des ungarischen Staates, mit allen negativen Folgen. Dennoch gibt es Menschen, die nicht auf den populistischen Zug der rechtskonservativen Fidesz-Partei und der offen faschistischen Jobbik-Partei aufspringen, sondern allen Widrigkeiten zum Trotz für eine gerechtere und andere Gesellschaft streiten. Nach einer Einleitung der Autoren folgt ein Interview mit einem Aktivisten der studentischen Bewegung in Budapest.

Ralf Dreis schließt die Rubrik mit einem Artikel über den Fall Kostas Sakkás. Der griechische Anarchist wurde im Dezember 2010 mit anderen Aktivist*innen verhaftet und unter anderem wegen Mitgliedschaft in einer „unbekannten terroristischen Vereinigung“, später wegen vermeintlicher Mitgliedschaft bei der „Verschwörung der Feuerzellen“ angeklagt. Bis vor wenigen Wochen saß Kostas deswegen in Untersuchungshaft, nach einem Hungerstreik und massiven Protesten wurde er unter schweren Auflagen Mitte Juli freigelassen.

Daneben findet ihr ein Portrait über Panait Musoiu, einen „Pionier des rumänischen Anarchismus“, einen Diskussionsbeitrag der Föderation zu „Was ist eigentlich Kapitalismus?“, kritische Anmerkungen zum Buch von Michael Seidmann „Gegen die Arbeit“, einen Aufruf zum kommenden Klimacamp im Rheinland und einiges mehr.

Wir wünschen wie immer viel Spaß beim Lesen.

[改道] Gǎi Dào Nr. 32

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AGN-Solitresen und Vokü http://afb.blogsport.de/2013/07/11/agn-solitresen-und-vokue/ http://afb.blogsport.de/2013/07/11/agn-solitresen-und-vokue/#comments Thu, 11 Jul 2013 16:28:40 +0000 afb Allgemein http://afb.blogsport.de/2013/07/11/agn-solitresen-und-vokue/

Freie Fahrt für alle! – Solitresen gegen Kontrollschikanen II.

Wir laden am kommenden Freitag alle geselligen Menschen herzlich dazu ein, ab 21 Uhr gemeinsam in der Erreichbar exquisiter Punkrockmucke zu lauschen und am Tresen unser Geld mit beiden Händen für Getränke rauszuwerfen. Außerdem könnt ihr euch am Infostand des Belarus Solikreis Berlin und am Büchertisch der AFB informieren. Die Einnahmen des Abends gehen an Genoss_innen, die von Repressions- und Gerichtskosten betroffen sind. Also kommt zahlreich, trinkt viel – Ob am Tresen, auf der Couch oder am Kicker.

https://linksunten.indymedia.org/de/system/files/images/thumb-seitendesign_0.jpg

Am Dienstag wird es für alle Hungrigen wieder liebevoll zubereitete Vokü mit Nachtisch in der Friedel 54 geben. An der Bordsteinkante essen, sich austauschen, Bier trinken.

 

  • 12. Juli | 21:00 Uhr | Erreichbar – Reichenbergerstraße 63A (Zweiter Hinterhof), Kreuzberg
  • 16. Juli | 21:00 Uhr | Friedel54 – Friedelstraße 54, Neukölln

 

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Belarus-Solitresen im Juli http://afb.blogsport.de/2013/07/11/belarus-solitresen-im-juli/ http://afb.blogsport.de/2013/07/11/belarus-solitresen-im-juli/#comments Thu, 11 Jul 2013 16:23:03 +0000 afb Allgemein http://afb.blogsport.de/2013/07/11/belarus-solitresen-im-juli/
Am kommenden Montag in der Kadterschmiede

Der monatliche Tresen des Belarus-Solikreis Berlin. Dieses Mal leider ohne Programm, dafür wie gewohnt mit schmackhaftem Essen, günstigen Getränken und Infomaterial zum Thema. Insiderinformation für Schönwetter-Draußensitzen-Purist*innen: Es gibt auch einen Garten.

Der Gewinn geht an die Strukturen vor Ort.

Montag, 15. Juli | 21:00 Uhr | Kadterschmiede (Rigaerstr. 94 / Hinterhof, Friedrichshain)

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Gǎi Dào – Nr. 31 / Juli 2013 http://afb.blogsport.de/2013/07/02/gi-dao-nr-31-juli-2013/ http://afb.blogsport.de/2013/07/02/gi-dao-nr-31-juli-2013/#comments Tue, 02 Jul 2013 09:08:45 +0000 afb Gaidao http://afb.blogsport.de/2013/07/02/gi-dao-nr-31-juli-2013/
Die Juli-Ausgabe der [改道] Gǎi Dào, des Monatsmagazins der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen. Unter anderem findet ihr Berichte zu den Aufständen in der Türkei, den Riots in Stockholm, ein Interview zur Anarchistischen-Balkan-Buchmesse die Ende Mai im slownischen Ljubljana stattfand, ein Update über die Arbeit der FdA und vieles mehr.

Langsam aber sicher zieht der Sommer ein, trotz gelegentlicher Kältetage. Das wirkt sich auch auf unsere Redaktionsarbeit aus, werden die Sommermonate doch gerne für Festivals, Camps, Kongresse und Herumreisen genutzt, oder einfach um einen Tag in der Sonne im Park zu verbringen. Nach den ereignisreichen letzten Wochen, mit Beiträgen und Infoständen auf der Anarchistischen Buchmesse Mannheim, der Anarchistischen-Balkan-Buchmesse in Ljubljana und dem Backland-Festival in Berlin haben wir ein paar Gänge runtergeschaltet. Dennoch ist natürlich pünktlich zum 1, die neue Ausgabe unserer kleinen Zeitschrift veröffentlicht worden.

Zur aktuellen Ausgabe

Den Beginn macht ein Interview der Schwarzen Katzen mit Organisator*innen der Anarchistischen-Balkan-Buchmesse. Inhaltlich geht es natürlich um die Buchmesse, aber auch um die Situation der anarchistischen Bewegung in Slowenien allgemein. Einen ausführlichen Bericht zur Messe haben wir vor einiger Zeit schon online veröffentlicht.

Weiter geht es mit einem Artikel in eigener Sache: „Die Entwicklung der Föderation“, in dem die jüngsten Aktivitäten und Perspektiven der FdA ausführlich erleutert werden.

In der Rubrik „Weltweit“ findet ihr den zweiten Teil des Grundlagentextes zur Situation in Russland. In der Juni-Ausgabe berichtete Vadim Damier über die allgemeine politische, ökonomische und soziale Situation vor Ort, nun liegt der Fokus auf Protesten und die breite und sehr unterschiedliche Opposition. Einen weiteren, interessanten Artikel zur momentanen Situation der libertären Bewegung in Moskau findet ihr beim Anarchistischen Funken.

Im Anschluss folgt ein Beitrag zu den momentanen Protesten und Ausschreitungen in der Türkei, speziell im Istanbuler Stadtteil Taksim. Der Artikel kommt von Genoss*innen vor Ort und erläutert die Hintergründe des Protestes und legt einen Fokus auf die Rolle von Anarchist*innen darin. Wer mehr über das Thema erfahren möchte, sei der aktuelle Podacst des Anarchistischen Radios Berlin ans Herz gelegt, der ein Interview mit einer türkischsprachigen Anarchistin enthält, die auch über das Thema erzählt. Das Interview wurde für den Podcast stark gekürzt, aber erscheint demnächst noch vollständig als eigener Beitrag.

Abgeschlossen wird die Rubrik von einer Analyse von Gabriel Kuhn über die Ausschreitungen in verschiedenen Stockholmer Vororten und anderen schwedischen Städten vor einigen Wochen. Der Beitrag versucht weniger die konkreten Riots nachzuzeichnen, als vielmehr die Lebenssituation vor Ort zu erklären, die erst zu diesen Ausschreitungen geführt haben.

Bei „Analyse und Diskussion“ findet ihr einen Beitrag zur „Eurokrise und Euro-„Rettung“ im Lichte der Stirnerschen Staatsauffassung“, sowie 13 Thesen der Gruppe „Kritik im Handgemenge“ aus Bremen zu Homosexualität und Homophobie. Besonders gefreut hat uns der Beitrag „Avec l‘Anarchisme contre la Barbarie“, der die, von der FAU Hannover in der Mai-Ausgabe begonnenen und im Juni von alex und apfelmus weitergeführte Diskussion zum Thema Anarcho-Primitivismus fortsetzt.

Darüber hinaus findet ihr das nächste Kapitel der Erstübersetzung von „Anarchismus und Judentum“, eine neue Episode des Syndikaters, die Pinnwand mit „Nachrichten in aller Kürze“ und einiges mehr.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen.

[改道] Gǎi Dào Nr. 31

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Gǎi Dào – Nr. 30 erschienen http://afb.blogsport.de/2013/06/11/gi-dao-nr-30-erschienen/ http://afb.blogsport.de/2013/06/11/gi-dao-nr-30-erschienen/#comments Tue, 11 Jun 2013 00:33:47 +0000 afb Gaidao http://afb.blogsport.de/2013/06/11/gi-dao-nr-30-erschienen/

Die Juni-Ausgabe der [改道] Gǎi Dào, des Monatsmagazins der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen: in der aktuellen Ausgabe mit Beiträgen zur Lage in Russland und Bulgarien, Berichten zur Anarchistischen Buchmesse in Mannheim und der libertären 1. Mai – Demo in Dresden, Diskussionsbeiträge zu Ethik und Anarcho-Primitivismus und vielem mehr.

Zwei Monate sind seit dem letzten Indy-Artikel vergangen. Unsere Schludrigkeit wurde aber immerhin von einigen schönen Ereignissen überschattet. Ende April fand in Mannheim die 2. Anarchistische Buchmesse statt. Laut Veranstalter*innen knapp 1500 Besucher*innen, über zwei Dutzend Veranstaltungen und ein reichhaltiges Musikprogramm machten die Messe zu einem wunderschönen Wochenende mit vielen interessanten Gesprächen und Diskussionen, ungemein vielseitigem Input und vielen neuen und alten Freund*innen und Bekannten. Wir waren mit einem Stand auf der Messe selbst vertreten und ein Mensch aus der Redaktion hielt gemeinsam mit einem Genossen von systempunkte.org eine Veranstaltung über beide Projekte und anarchistische Medien im allgemeinen. Darüber hinaus haben wir im Vorfeld, mit unserer bis dato 4. Sonderausgabe, einen Reader zum Programm und Hintergründen der Messe veröffentlicht, die vor Ort auch an alle Besucher*innen verteilt wurde.

Die nächste Sonderausgabe folgte dann kurz darauf zum 1. Mai und enthielt neben einem Beitrag zu den Hintergründen und der Geschichte des 1. Mai, Artikel aus Bonn, Berlin, Dresden, Freiburg und Stuttgart, die jeweils kurz die derzeitige Situation vor Ort umrissen.

Danach ging es Ende Mai weiter nach Ljubljana, zur Anarchistischen Balkan Buchmesse. Diese findet abwechselnd in verschiedenen Ländern des Balkanraums statt und kehrte zum 10-jährigen Jubiläum zurück zum Erstaustragungsort, nach Slowenien. Wir waren wiederum mit Infostand vor Ort und beteiligten uns an einem Workshop über anarchistische Zeitungsprojekte. (Bericht zur Messe | Interview mit zwei Organisator*innen im Vorfeld (Audio)).

Damit wären wir dann schon wieder in der Gegenwart, oder kurz bei der Juni-Ausgabe unserer kleinen Zeitschrift.

Zur aktuellen Ausgabe

Den Anfang machen in der hauseigenen FdA-IFA Rubrik ein Bericht zur erwähnten Buchmesse, sowie ein Interview mit einem Mitglied der ФАБ, der Föderation der Anarchisten Bulgariens, über die vergangenen sozialen Proteste und Beiteiligung und allgemeiner Zustand der anarchistischen Bewegung. Die internationale Rubrik schließt der erste Teil eines längeren Artikels über die Situation in Russland. Der hier veröffentlichte, erste Teil gibt ersteinmal einen Überblick über die politische und soziale Situation Russlands, die notwendig ist um die Situation anarchistischer und anti-autoritärer Bewegungen besser nachvollziehen und einordnen zu können.

Den, dieses Mal sehr üppigen „Kultur und Alltag“ – Bereich füllen dieses Mal ein Nachruf auf den Gründer des Nautilus-Verlag Lutz Schulenberg, der zweite Teil eines Interviews mit dem US-amerikanischen, anarchistischen Rapper Sole, eine Buchrezession und natürlich eine neue Ausgabe des Syndikaters. Besonders hervorheben wollen wir die Fortsetzung einer Debatte über anarchistische Ethik, die in der April-Ausgabe von B. Sc. Filtz begonnen und in der Mai-Ausgabe von Philipp Kellermann fortgesetzt wurde. In dieser Ausgabe argumentiert Siegbert Wolf anhand den Betrachtungen Gustav Landauers über „Ethik, Individualität und Gemeinschaftlichkeit“.

Gleich zwei weitere Artikel beziehen sich in der Rubrik „Analyse und Diskussion“ auf vorherige Beiträge: „Against Anarchism, for Wild Anarchy“ ist eine sehr kritische Antwort auf die „Kritik am Anarcho-Primitivismus“ der FAU Bielefeld. Und „Das Land zum Zentrum machen“ versteht sich als „Ergänzung und weiterführende Gedanken zum Artikel „Mal raus gehen“ in der letzten Ausgabe.

Daneben findet ihr die Fortsetzung der Reihe „Anarchismus und Judentum“, die Pinnwand mit Kurzmitteilungen aus der wunderbaren Welt der Anarchie, Termine sowie einen Aufruf zu Protesten gegen die kommenden Einheitsfeierlichkeiten in Stuttgart.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen:

[改道] Gǎi Dào Nr. 30


[改道] Gǎi Dào – Redaktionskollektiv

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